Autogas nur noch ohne H-Kennzeichen

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Autogas nur noch ohne H-Kennzeichen
Im Dezember erreichte uns eine Pressemitteilung des DEUVET zum Thema Autogas und H-Kennzeichen. Dort wurde dargelegt, dass Autogasanlagen bei Fahrzeugen mit H-Kennzeichen sich nicht mit dem Grundsatz des weitgehenden Originalzustandes vereinbaren lassen. Da bei einer Umrüstung des Fahrzeuges die Gemischaufbereitung geändert wird, so weicht der Zustand erheblich vom Originalzustand des Fahrzeuges ab. Lt. TÜV Süd sollte dies sogar grundsätzlich zum Entzug der Oldtimerzulassung führen. Wenn der Prüfer bei der nächsten Hauptuntersuchung eines Oldtimers mit H-Kennzeichens eine Autogasanlage findet, sollte diese als erheblicher Mangel eingestuft werden und damit dem Fahrzeug die Plakette verwehrt werden. Auch das Alter der Anlage ist unerheblich, da sich an der Art der Anlagen in den letzten 20-30 Jahren nichts geändert hat.Einzige Ausnahme wäre, dass die Anlage schon seit mind. 20 Jahren im Auto eingebaut wäre. Es war völlig unerheblich, dass Autogasanlagen einen umweltfreundlicheren Betrieb des Fahrzeuges ermöglichen.Es ging fast ausschließlich um den monitären GEdanken, dass eine doppelte Sparmöglichkeit bei H-Kennzeichen auf keinen Fall zu tolerieren sei. Das hat gesessen. Spricht hier der DEUVET, der noch vor drei Jahren mit den Kollegen vom Strichachtclub gemeinsam eine zufriedenstellende Lösung zu diesem Thema erarbeitet und auf der Techno Classica vorgestellt hat? Obliegt diese Beurteilung dieser Dinge , vor allem der monetären, einem technischen Überwachungsverein?
Das mussten sich die Kollegen vom Strichachtclub auch gefragt haben und baten den DEUVET-Präsidenten Maik Hirschfeld per Mail um eine Stellungnahme. Auch wir waren sehr gespannt auf die Stellungnahme. Die jedoch ist anders als erwartet ausgefallen. Anstatt sich zu dem Thema entsprechend zu äußern, hat Herr Hirschfeld die Anfrage an den zuständigen Parlamentarier-Kreis in Berlin vorgetragen. Löblich, dass er dabei den W123 als Beispiel für eines der ersten Fahrzeuge mit ab Werk verfügbaren bivalentem Antrieb angegeben hat. Nur, gab es diesen 1. nur für kurze Zeit, 2. nur für den 200er mit M102 und 3. nur in der Limousine. Lieber Herr Hirschfeldt, dieser Schuss kann und wird sicher nach hinten losgehen. Da Fahrzeuge im VErgleich zur Gesamtproduktion eher Prototyp-Charakter haben.Sofern es Fahrzeuge von anderen Herstellern mit bivalentem Antreib überhaupt gab, wird diese Situation dort sicher ähnlich sien. Wie sich herausstellte, hat der TÜV-Süd den Anforderungskatalog für H-Kennzeichen bereits zum 30.7.2009 zum Autogas entsprechend abgeändert. Das hat anscheinend, auch beim DEUVET, wohl so richtig niemand bemerkt. Es kann eigentlich nicht angehen, dass ältere Autos an der Schwelle zum Youngtimer noch als "Stinker" geoutet werden, um dann, durch spätere Erteilung des H-Kennzeichens umweltpolitisch geadelt, wieder freie Fahrt in Umweltzonen zu erlangen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob der nachgerüstete Katalysator zur Verbesserung des Mororlaufes und zur Senkung des Verbrauches wieder entfernt wurde. Streng genommen stellt auch das Vorhandensein eines Katalysators eine Abweichung des Originalzustandes im Bereich der Abgasanlage dar. Auch bei zukünftigen Modellen mit Kaltlaufregler. Wir geben Ihnen und dem TÜV-Süd recht, dass eine Gas-Anlage in einem Fahrzeug zeitgemäß sein muß. Eine vollsequentielle Anlage gehört sicher nicht in ein Auto mit K-Jetronic. Menschen die jedoch den monitären Mehraufwand für eine sich wahscheinlich niemals amortisierenden Gasanlage nicht scheuen, die Verbrennung verbessern oder gar ihre Abgasanlage bzw. auf die bestmögliche Stufe aufrüsten, sollten nicht betraft, sondern gefördert werden. Eine entsprechende Anpassung der KFZ-Stuer für Oldtimer tut dringend Not. Das ersparte Geld im für Kraftstoff füllt wieder die Kasse für neue Projekte bzw. entlastet die ohnehin angespannte Haushaltslage. Wenn eine Abgasreinigungsanlage für einen PKW zur Verfügung steht, sollte diese der Umwelt zu Liebe auch eingebaut werden. Wenn es wie z.B. beim 300er Turbodiesel keine bessere Abgasreinigung als Euro 1 gibt ist das immer noch besser wie gar keine Abgasreinigung. Damit sollte es sehr wohl eine Unterscheidung innerhalb drs historischen Fahrzeuges geben. Wer in eine Umweltzone einfahren darf: Oldtimer mit Kat und Oldtimer ohne Kat und mit Ausnahmegenehmigung. Alt-Fahreuge sind in gar keinem Fall Stinker, sie fahren dann nur mit der bestmöglichen Abgasregelung zu ihrer Zeit!
Wir bleiben dran an dem Thema.