Fragen zu Verein und Mitgliedschaft – und dazu eine Auswahl technischer Antworten aus unserer Wissensdatenbank.
24 Fragen
Du stellst online einen Mitgliedsantrag, den unser Vorstand prüft. Nach der Bestätigung erhältst du Zugang zum Mitgliederbereich inklusive 123-Kartei und FLAIR-Magazin.
Nein. Willkommen ist jede und jeder, der die Baureihe 123 liebt – ob als Besitzer, Interessent oder schlicht aus Begeisterung für diese Fahrzeuge.
Die 123-Kartei ist unser durchsuchbares digitales Archiv: Lackcodes, Polsterarten, SA-Codes der Sonderausstattung sowie Datacard-Informationen zur lückenlosen Dokumentation deines Fahrzeugs.
FLAIR ist unser exklusives Vereinsmagazin mit Reportagen, Technikbeiträgen und Geschichten rund um den W123 – verfügbar im Mitgliederbereich.
Auf der Seite „Regionale Stammtische“ findest du die Treffpunkte nach Regionen sortiert samt Ansprechpartnern. Schau einfach unverbindlich vorbei.
Unser frei zugängliches W123-Forum ist die erste Anlaufstelle. Dort teilen erfahrene Schrauber Fachwissen zu praktisch jeder Frage rund um die Baureihe.
Den aktuellen Jahresbeitrag findest du im Aufnahmeantrag; gern nennt ihn dir auch der Vorstand auf Anfrage. Er ist bewusst niedrig gehalten – schon eine verhinderte Fehlinvestition dank unserer Kaufberatung übersteigt den Beitrag um ein Vielfaches.
Nein. Wir verstehen uns als europaweites Netzwerk. Neben den regionalen Stammtischen in Deutschland und dem benachbarten Ausland verbindet uns das Forum und die Community über Ländergrenzen hinweg.
Ja. Im Mitgliederbereich gibt es einen kuratierten Fahrzeug-Marktplatz und einen Teilemarkt. Angebote werden vom Vorstand freigegeben – so bleibt der Handel seriös und unter Gleichgesinnten.
Ein Fahrzeug ist ab einem Alter von 30 Jahren H-Kennzeichen-fähig – das erfüllt inzwischen jeder W123. Voraussetzung ist ein weitgehend originaler, guter Erhaltungszustand, der per Gutachten nach § 23 StVZO bestätigt wird. Belohnt wird das mit pauschaler Kfz-Steuer und freier Fahrt in Umweltzonen.
Die Baureihe 123 lief von 1975/76 bis 1986 vom Band – unter anderem in Sindelfingen und Bremen. In dieser Zeit entstanden rund 2,7 Millionen Fahrzeuge in vier Karosserievarianten, was den W123 zu einem der meistgebauten Mercedes seiner Ära macht.
Gutmütige Allrounder wie der 230 E (Benziner) oder der 240 D (Diesel) gelten als ideale Einsteigerfahrzeuge: solide Technik, gute Ersatzteillage, überschaubare Unterhaltskosten. Wichtiger als das Modell ist aber immer der Zustand – vor allem die Rostfreiheit. Genau dabei hilft unsere Kaufberatung.
Das historische Kennzeichen (H-Kennzeichen) können Fahrzeuge erhalten, die mindestens 30 Jahre alt sind – alle W123 erfüllen dieses Alterskriterium längst. Das Fahrzeug wird pauschal besteuert und ist ganzjährig ohne Einschränkung zugelassen. Die H-Kennzeichen-Pauschale beträgt aktuell 191,73 Euro pro Jahr.
Ob ein Fahrzeug das H-Kennzeichen erhält, wird in einer erweiterten Begutachtung nach § 21c StVZO (Oldtimer-Gutachten) ermittelt. Das Fahrzeug sollte technisch einwandfrei sein und sich in weitgehend originalem bzw. zeitgenössischem Zustand befinden; unpassende oder nicht zeitgenössische Umbauten können die Einstufung verhindern. Als Bewertungsgrundlage dient üblicherweise der Oldtimer-Anforderungskatalog der Prüforganisationen.
Das rote 07er-Kennzeichen (Oldtimerkennzeichen) ist an eine Person gebunden und erlaubt den Betrieb historischer Fahrzeuge zu Fahrten wie Prüfung, Wartung sowie zu Veranstaltungen und An- und Abfahrten. Ein wesentlicher Vorteil: Mit einem einzigen 07er-Kennzeichen dürfen mehrere Fahrzeuge bewegt werden, und es fällt nur eine pauschale Kfz-Steuer an, unabhängig von Anzahl und Typ der eingetragenen Fahrzeuge. Für jedes Fahrzeug ist ein entsprechendes Wertgutachten bzw. Oldtimernachweis üblich, und die Nutzung ist nur eingeschränkt (kein uneingeschränkter Alltagsverkehr).
Seit 2007 ist das Mindestalter der Fahrzeuge an das H-Kennzeichen angeglichen: Sie müssen mindestens 30 Jahre alt sein. Die konkrete Handhabung – etwa geforderte Unterlagen oder das Führen eines Fahrtenbuchs – ist bundesweit nicht einheitlich geregelt, sondern liegt im Ermessen der örtlichen Zulassungsstelle. Es empfiehlt sich daher, die Anforderungen vorab bei der zuständigen Stelle zu erfragen.
Der Zustand eines Oldtimers wird üblicherweise (z. B. nach Classic Data) in fünf Noten eingeteilt:
Die Zustandsnote beeinflusst den Marktwert erheblich.
Klassische Roststellen am W123, die man gezielt prüfen sollte:
Rost ist der Zustand, in den Eisen von Natur aus zurückstrebt. Zur Stahlherstellung wurde im Hochofen viel Energie aufgewendet; diese Energie gibt der Stahl wieder ab, indem er sich mit Sauerstoff zu Eisenoxid (Rost) verbindet. Nötig sind dafür nur Sauerstoff und Feuchtigkeit – gelöste Säurereste im Wasser beschleunigen den Vorgang zusätzlich.
Sobald sich Rost bildet, entstehen Kristalle, die die vormals glatte Blechoberfläche aufreißen und die Angriffsfläche für weitere Korrosion vergrößern. Der Rost frisst sich also fort.
Die einzige wirksame Abhilfe ist, blankes Blech dauerhaft von Sauerstoff und Feuchtigkeit fernzuhalten – beim Auto vor allem durch eine intakte Lackschicht sowie Hohlraum- und Unterbodenschutz.
Konstruktionsbedingt sind Autos besonders gefährdet: Beim Punktschweißen im Werk wird das Blech heiß; beim Abkühlen schlägt sich Kondenswasser nieder, und an Schweißpunkten, Falzen und Überlappungen beginnt die Korrosion. Rostvorsorge heißt daher vor allem, diese kritischen Stellen trocken und beschichtet zu halten.
Verstopfte Wasserabläufe sind eine der Hauptursachen für Rost. Diese Öffnungen sollten regelmäßig kontrolliert und freigehalten werden, am besten mit Druckluft durchgepustet:
Zusätzlich die Plastik-Innenkotflügel vorn abnehmen und die vor der Spritzwand angesammelte Erde entfernen. Beim T-Modell lohnt der Blick ins Rücklichtfach, unter Reserverad und Verbandkasten sowie nach oben in die D-Säule.
Praxiswerte aus dem Kreis der Mitglieder (l/100 km), abhängig von Fahrweise, Strecke und Zustand:
Hohe Laufleistungen und ein fälliges Ventileeinstellen erhöhen den Verbrauch spürbar.
Praxiswerte aus dem Kreis der Mitglieder (l/100 km), stark abhängig von Fahrweise, Strecke und Zustand:
Grundsatz: Der Wagen verbraucht so, wie er gefahren wird. Auffällig hoher Verbrauch bei guten Abgaswerten lohnt eine Kontrolle von Einstellung und Zustand.
Die Oktanzahl (ROZ) ist das Maß für die Klopffestigkeit. In Deutschland gibt es drei bleifreie Sorten: Normal 91, Super (Eurosuper) 95 und Super Plus 98 Oktan.
Entscheidend ist der Oktanzahlbedarf des jeweiligen Motors, der von der Verdichtung abhängt. Deshalb nicht pauschal "Super Plus" tanken – die genaue Vorgabe steht in der Betriebsanleitung. Ebenso wichtig ist ein regelmäßig gewarteter Motor: Zündeinstellung, Gemischaufbereitung und Ventilspiel sollten nach den Werksintervallen überwacht werden. Bleiersatz-Additive werden von den Fahrzeugherstellern nicht empfohlen.
Im Dieselmotor wird nur Luft durch den Kolben stark verdichtet (30-55 bar) und dabei auf 700-900 Grad Celsius erhitzt, sodass sich der eingespritzte Kraftstoff selbst entzündet (Selbstzündung). Druck und Temperatur steigen, der Kolben wird nach unten getrieben und leistet Arbeit.
Gemischbildung: Beim Direkteinspritzverfahren (sparsamer, aber lauter) wird direkt in den Brennraum gespritzt; beim Vor- oder Wirbelkammerverfahren (Mercedes: leiser, etwas höherer Verbrauch) in eine Kammer, aus der die Verbrennung in den Hauptbrennraum übergeht.
Kaltes Nageln: Bei kaltem Zylinder hat der eingespritzte Kraftstoff länger Zeit, sich mit Sauerstoff zu mischen; er zündet dann schlagartig auf einmal. Diese Druckspitze verursacht das "Nageln". Bei warmem Motor überwiegt die langsamere Diffusionsverbrennung, der Lauf wird ruhiger.
Ob ein W123 mit MB-Tex (Kunstleder) oder Leder bezogen ist, erkennt man meist an den Sitzbahnen ("Pfeifen"): - 5 breite, flache Pfeifen an den Vordersitzen = eindeutig MB-Tex. - 6 schmale, dicht aneinanderliegende Pfeifen = Leder (man könnte einen Bleistift zwischen ihnen verschwinden lassen).
Vorsicht: Es gab auch Lederimitat mit 6 Pfeifen, häufiger bei Coupés und US-Fahrzeugen – hier ist die Unterscheidung schwierig. Am sichersten erkennt man das Material an beschädigten oder verdeckten Stellen (Textilrücken bei Kunstleder), z. B. an der Rückbank von unten, am Fahrersitz mit einem Spiegel oder an den Öffnungen der Kopfstützen. Lederkopfstützen haben zudem eine Naht an der Rückseite, Lederlenkräder eine sehr zarte Narbung.
Kaltstartprobleme – vor allem bei Dieseln – gehen oft auf Wartungsmängel zurück: verschmutzte Filter, falsch eingestellte Ventile, alte oder schwache Batterie, verschlissene Düsen oder falscher Kraftstoff.
Regelmäßiges Ventileeinstellen ist bei Benzinern und Dieseln wichtig.
Unsere Wissensdatenbank umfasst 241 redaktionell geprüfte Antworten in sieben Themenbereichen – von Reparaturanleitungen mit Teilenummern bis zu Einstellwerten. Sie steht Mitgliedern vollständig und durchsuchbar zur Verfügung.
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