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Rostvorsorge: So bleibt dein W123 gesund
Wer die typischen Roststellen kennt und konsequent konserviert, hält seinen W123 über Jahrzehnte gesund. Die Szene hat über Jahre klare Favoriten unter den Mitteln herausgearbeitet – hier die Kurzfassung.

Warum der W123 rostet
Die Karosserie war auf 16 Jahre Korrosionsschutz ausgelegt – für die damalige Zeit vorbildlich, aber ohne die heutige Vollverzinkung. Nach Jahrzehnten entscheidet daher die Pflege: Konsequente Hohlraum- und Unterbodenkonservierung ist die wichtigste Maßnahme überhaupt.
Die richtigen Mittel
Mike Sanders Korrosionsschutzfett gilt als bester Allround-Hohlraumschutz: langzeitaktiv, kriechfähig und in der Regel wartungsfrei. Bei bereits vorhandenem Rost vorher mit einem Rostumwandler (z. B. Fertan) behandeln.
Wo Rost schon fortgeschritten ist, kriecht das dünnflüssigere Fluid Film schneller in die Poren. Für Stellen, die sauber bleiben sollen (etwa obere Türkanten), eignet sich HT-Wachs, das nach dem Auftragen nicht weiterkriecht.
Wo du ansetzen solltest
Besonders wichtig sind die Hohlräume (Schweller, Türen, Längsträger) und der komplette Unterboden. Achte auf die bekannten Schwachpunkte: Wagenheberaufnahmen, Radläufe, Kofferraumboden und die Endspitzen.
Saisonpflege
Viele Halter fahren ihren W123 als Saisonfahrzeug. Vor dem Winterschlaf: volltanken, gründlich warmfahren, Ölwechsel machen, waschen und wachsen, Türdichtungen pflegen und die Batterie ans Erhaltungsladegerät. So übersteht der Wagen die Standzeit ohne Schäden.
Fachliche Grundlage: die vereinseigene Kaufberatung Baureihe 123, Version 2.0, erarbeitet von Mitgliedern des Verein für Freunde des W123 e.V.
