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Exoten der Baureihe: Sonderaufbauten und Importe
Neben den vier bekannten Karosserieformen gibt es eine Reihe von Sonderfällen. Sie sind reizvoll, bringen aber eigene Fallstricke mit – vor allem bei Papieren und Ersatzteilen.
Fahrgestelle für Sonderkarosserien
Mercedes-Benz bot Fahrgestelle in beiden verfügbaren Radständen an, damit Aufbauhersteller darauf eigene Karosserien setzen konnten. So entstanden unter anderem Krankenwagen und Bestattungsfahrzeuge.
Im Ausland gab es Krankenwagen sogar mit dem deutlich leistungsstärkeren M110-Motor des 280 E – eine Motorisierung, die im regulären Sonderfahrzeug-Programm eher die Ausnahme blieb.
Warum das Erstzulassungsdatum verwirren kann
Umgebaute Fahrgestelle konnten auch nach dem Ende der W123-Produktion noch zugelassen werden. Die Erstzulassung fällt damit mitunter in den Produktionszeitraum des Nachfolgers.
Wer ein solches Fahrzeug bewertet, sollte sich deshalb nicht allein auf das Zulassungsdatum verlassen, sondern Fahrgestellnummer und Datenkarte heranziehen.
Rechtslenker und US-Importe
Für Märkte mit Linksverkehr wurden Rechtslenker gebaut. Aus den USA kommen Modelle, die es hierzulande nie regulär gab – etwa das Coupé als 300 CD und als 300 CD Turbodiesel.
Bei Importen lohnt der genaue Blick auf Beleuchtung, Stoßstangen und Abgasnachbehandlung: Was im Ursprungsland zulässig war, muss hier nicht ohne Weiteres eintragungsfähig sein.
Fachliche Grundlage: die vereinseigene Kaufberatung Baureihe 123, Version 2.0, erarbeitet von Mitgliedern des Verein für Freunde des W123 e.V.
